Helmut Grob  die neue Nr. 2 des Post SV

Der gebürtige Augsburger kam vom Erstligisten ATSV Saarbrücken. „Helmut Grob zieht’s in heimatliche Gefilde zurück“. Unter dieser Überschrift erschien ein Artikel  in der „Donouwörther Zeitung“, der ein Porträt des neuen sportlichen Leiters und Spitzenspielers des Post SV Augsburg zeichnete.

Ein neunjähriger Knirps begann beim VSC Donauwörth mit dem Tischtennissport. Er sah gerade mal über die Platte – und machte dennoch innerhalb kurzer Zeit von sich reden. Durch seine Turniererfolge wurde auch die damalige Trainerin des Bayerischen Tischtennisverbandes, die jetzige Bundestrainerin Eva Jeler, auf ihn aufmerksam. Von ihr, urteilte Helmut im Rückblick, habe er nicht nur sportlich, sondern auch menschlich sehr stark profitiert.

Schon als 13-jähriger

Helmut Grobs Entwicklung führte schon als 13-jähriger in die erste Herrenmannschaft des VSC Donauwörth. In dieser Zeit verfügten die Donouwörther über ein Team, das zusammen mit dem Post SV Augsburg, die Oberliga dominierte. Als 1985 der Aufstieg in die zweite Bundesliga knapp verpasst wurde, war klar: Der frischgebackene deutsche Jugendmeister Helmut Grob wird den Verein wechseln. Der damalige bayerische Bundesligist Steiner Bayreuth betrieb, so Grob, eine „etwas seltsame Vereinspolitik“: Man wollte nur fertige Spieler, interessierte sich nicht für Nachwuchsleute.
So wechselte der 17-jährige, der zu dieser Zeit im Leistungszentrum Duisburg trainierte und zur Schule ging, zum ATSV Saarbrücken. In seinem ersten Jahr in der Fremde war Helmut Stammspieler der ATSV-Zweiten, die in der zweiten Liga spielte, kam aber schon zu sporadischen Erstliga-Einsätzen. Den großen Sprung ins mittlere Paarkreuz in der Saison 1986/87 bewältigte er mit Bravour, was Grob auf das intensive Training in Duisburg (wo ja zur selben Zeit auch die späteren Doppel-Weltmeister Roßkopf/Fetzner die Grundlage für ihren Sprung in die Spitzenklasse schafften) zurückführt.

Am liebsten denkt Helmut an die Saison 1988/89 zurück. Mit dem ATSV Saarbrücken wurde er Deutscher Meister, im nationalen Top 12-Turnier erreichte er Rang vier und gekrönt wurden die Erfolge durch die WM-Teilnahme.

Helmut Grob sagte 1991 der Bundesliga ade – es reifte der Entschluß, ein Studium aufzunehmen und diesem auch die Priorität einzuräumen. Dass er Ökonomie in Augsburg studierte und zum Post SV wechselte, lag keinesfalls an einem lukrativen Angebot aus der Fuggerstadt.
Neben der Nähe zur Donauwörther Heimat reizte insbesondere die Möglichkeit, die Mannschaft sportlich und organisatorisch zu führen. Junge Spieler wollte Helmut im Training an seinen Erfahrungen teilhaben lassen und auch den Übungsleiterschein erwerben.
Hinzu kam der Ehrgeiz, in der Sportstadt Augsburg, nach dem angestrebten Aufstieg in die zweite Bundesliga, die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft zu verstärken.

Helmut Grob nimmt nach dreizehn Jahren im Post SV seinen Abschied.

Saison 2003/04: Grob ist nur noch „Teilzeitarbeiter“ und spielt nur etwa die Hälfte der Spiele. Nach dem Studium begann er bei der Dresdner Bank, die später zur Commerzbank wurde. Sein beruflicher Lebensmittelpunkt ist inzwischen München.

Seine Erfolge in der „Post-Zeit“

  • 1995 Bayerischer Meister
  • 1996 Süddeutscher Meister im Doppel
  • 1997 Bayerischer Meister im Doppel